Donnerstag, 28. August 2008

Arztbesuch und sonstiges

Ich bin nun leider seit ein paar Tagen krank und muss das Bett hüten. Das ist gar nicht so lustig, wenn draußen das schönste Sommerwetter ist und man im Bett liegt und sich gar nicht gut fühlt. Ich habe einen gräßlichen Husten, der einfach nicht weggehen will. Die rezeptfreien Medikamente aus der Apotheke haben leider nicht so gut angeschlagen, also musste ich ja zum Arzt gehen. Da hab ich mich ja schon drauf gefreut, nachdem meine Kollegen meinten: "In Schweden muss man gesund sein, um krank zu sein." Was sie damit meinten ist ganz klar, hier kostet einfach alles Geld, und man muss ja bekanntlich für sein Geld mehr oder weniger hart arbeiten. Wie bei uns die Praxisgebühr, gibt es hier etwas ähnliches, nur das man etwas mehr als 10 Euro bezahlt und das jedesmal, wenn man zum Arzt geht. Zum Glück ist der Arzt gleich um die Ecke und so bin ich gestern Vormittag hingegangen. Die Krankenschwester öffnete die Tür bat mich freundlich ein und fragte ob ich einen Termin hätte. Natürlich hatte ich das nicht, aber sie konnte mir einen für den Nachmittag geben. Wie in Schweden so üblich fragte sie nach meiner Personalnr. Ich erklärte ihr aber, dass ich aus Deutschland komme und keine Personennr. habe, dafür aber die Europäische Versicherungskarte. Das wollte sie nochmal genau checken, doch letztendlich war alles in Ordnung. Ich habe meine 144,- SEK bezahlt und dann hat mich der Arzt aufgerufen. Aus sicherer Entfernung hat er mich untersucht. In den Hals geguckt (von gaaaanz von Weeeiiiitem) und die Lunge abgehört (durch den Pullover hindurch) na gut, er muss ja wissen was er macht, oder? Jedenfalls wollte er meine Symptome wissen und stellte dann fest, dass ich eine akute Bronchitis habe. Prost Mahlzeit! Er schrieb mir ein Rezept aus, und fragte nach meiner Personennr. Da ich immernoch keine hatte, ging es wohl auch ohne. Jedenfalls habe ich Hustenmedzin bekommen und wahrscheinlich noch ne Menger anderer Sachen,wenn ich diese gewünscht hätte. Komisch: man kriegt was man will, nicht was man braucht!? Mit dem Rezept bin ich dann mit der U-Bahn eine Station zurückgefahren nach Bagarmossen, dort war die nächste Apotheke. Dort habe ich eine Nummer gezogen (auch ganz wichtig in Schweden),dann wurde ich aufgerufen und natürlich wurde ich auch hier wieder nach meiner Personennr gefragt. Argh!!!Aber das Rezept vom Arzt und meine Antwort in gebrochenem schwedisch haben wohl ausgereicht, dass ich meine tollen Hustensaft bekommen konnte. Und natürlich auch, dass ich dafür bezahlen konnte. Ich hoffe diese Medizin wirkt etwas mehr, damit ich am Montag wieder fit bin.
Hier ein paar Fotos von meinem neuen Wohnort Skarpnäck:












Das sind die Blickrichtungen von meinem Balkon, toll was!
Hier gibt es hautsächlich diese roten Backsteinhäuser in Form von Wohnblöcken. Ist aber eigentlich ganz nett die Gegend, da hier viel grün ist. Viele Sportplätze, eine Hunderennbahn, eine Baseballfeld und ganz viel Wald mit Waldwegen für die Nordic Walking und Hiking Fans. Die angrenzenden Orte Bagarmossen und Kärrtorp sowie Farsta Strand sind gut mit dem Fahrrad zu erreichen.

Zum Vergleich der Blick vom Balkon aus meiner alten Bleibe:
Das ist natürlich ein kleiner Unterschied, aber ich fühle mich in meiner neuen Umgebung trotzdem sehr wohl.











Zur Zeit wohnt noch ein Finne mit mir in der Wohnung. Er hat allerdings eine neue Bleibe gefunden und wird demnächst ausziehen. Er hat eine schwedische Personennr bekommen, weil er hier arbeitet und länger in Stockholm bleiben will. Man muss wohl mind. 1 Jahr in Schweden bleiben wollen, damit man eine Personennr. bekommt. Trotzdem hat er es hier nicht so einfach. Die Schweden sind sehr vorsichtig geworden, was Ausländer angeht. Es ist nicht so einfach wie früher eine solche Personennr. zu bekommen und auch die staatlichen und privaten Firmen reagieren zunächst zurückhaltend auf Nicht-Schweden. Dabei haben es die Nordeuropäer einfacher als andere, da sie das Recht haben überall in Skandinavien arbeten und leben zu können. Allerdings mit kleinen aber feinen Einschränkungen, die auch mein finnischer Mitbewohner Jussi schon erleben durfte. Anscheinend ist das in Norwegen wohl einfacher mit ALLEM! Also, wer die Idee hat einmal nach Skandinavien auszuwandern und ihr seit noch nicht sicher welsches Land, dann könntet ihr es in Norwegen wahrscheinlicher etwas einfacher haben als in Schweden.

So zum Abschluss noch ein paar schöne Schnappschüsse von Schweden, denn es ist einfach ein sooooo schönes Land.















Norrköping: Bilder

Hier mal ein paar Eindrücke von der Stadt Norrköping. Sie hat ca. 90.000 EW und liegt 160 km südlich von Stockholm in der Provinz Östergötland.

Das ist auf der Hauptstraße, wo alle Stände aufgebaut waren. Da waren Tausende Leute, die sich durch die Gänge gequetscht haben. Da war endlich mal was los im sonst so verschlafenen Norrköping!




Und von der tollen Nacht zeige ich natürlich auch ein paar Bilder, leider keine vom Feuerwerk, aber dafür von einer anderen tollen Kulisse. Kleine Brücke und ne süße Kirche dazu der Mond und ringsherum nur Wasser. Sah total toll aus, und die Nacht war ganz warm und lau. Ich hoffe ich konnte die Atmosphere in den Bildern einfangen.

Das Bild mit dem Auto könnte voll gut für ne Autowerbung sein, fand ich total witzig das Motiv :-).







Mittwoch, 27. August 2008

Norrköping

Ich habe mich in meinem neuen Zimmer gut eingelebt und ausgebreitet. Bei IKEA war ich leider noch nicht, noch keine Zeit gehabt. Auf Arbeit läuft es ganz gut. Ich habe letzte Woche schon komplett allein Telefondienst gemacht und die Anfragen bearbeitet. Die Broschürbestellungen ausgeführt und alles packfertig im Lager vorbereitet. Jaja, so schnell kann man sich an Arbeit gewöhnen. Am Freitag bin ich mit meinem Praktikantenbetreuer Uwe nach Norrköping gefahren. Dort war eine kleine Reisemesse im Rahmen eines Volksfestes geplant, die bis Samstag gehen sollte. Es war auch ganz nett dort. Allein die Zugfahrt von Stockholm nach Nyköping war schon ganz interessant. Habe also auch mal etwas außerhalb Stockholms kennengelernt. Sieht landschaftlich genauso aus wie M-V :-). Die Heimat also doch so nah :-). Von Nyköping (in diesem Sinne Grüße an Lina) sind wir dann mit dem Bus (Schienenersatzverkehr) nach Norrköping weitergefahren. Insgesamt sind es vielleicht 160 km südlich von Stockholm. Als erstes habe ich dann im Hotel eingescheckt (Princess Hotel), sehr schön dort, kann ich nur empfehlen. Sogar eine kleine Hantelauswahl für den Frühsport mit zugehöriger Motivations-CD gehörte zur Zimmersausstattung. Und ein schöner Flatscreen mit DVD-Player. Hier hätte ich mich auch wohl fühlen können. Hatte ich schon erwähnt, dass ich keinen TV habe in meiner neuen Unterkunft?!
Auf der kleinen Messe haben wir dann schnell alles aufgebaut, im Gegensatz zu unseren schwedishen Kollegen, die alles etwas ruhiger (lugnt) nehmen. Um 12 Uhr sollte die Messe losgehen und ich glaube um 13.30 Uhr hatte dann der letzte Stand auch aufgebaut. Unsere massigen Prospekte und Broschüren waren viel zu viel, leider waren nicht alle 150.000 Besucher interessiert am Reiseland Deutschland. Jeder Stand musste auch ein Gewinnspiel machen, (das ist ganz wichtig in Schweden, dass man etwas gewinnen kann!) so dass wir wenigstens dadurch ein paar Besucher hatten. Die anderen Aussteller waren Reisebüros, kleinere Reiseveranstalter und Reisevermittler, eine lokale Incoming-Agentur und der Flugplatz Norrköping natürlich, denn es sollte ja die Flugverbindung von Norrköping nach München vermarktet werden.
Wir waren in einem Zelt untergebracht, was bei den überraschend auftretenden Regenschauern ganz praktisch war. Ansonsten waren um uns herum Imbissbuden, Klamottenstände, Süßigkeitenstände und das ganze Sortimet der "Fliegenden Händler". Es waren aber auch ganz witzige Sache dabei, so habe ich doch tatsächlich überlegt ein T-Shirt mit der Aufschrift "I'm your shwedish dream" zu kaufen. Aber das fand ich dann doch etwas zu abgedroschen. Also bin ich mal wieder bei den Lakritz und Süßkramwaren schwach geworden. (@Steffi: ich muss unbedingt mal nach der Lakritz-Schokolade Ausschau halten!!!Klingt echt lecker, danke für den Tip). Uwe hat sich dann gegen 17 Uhr auf dem Weg zurück nach Stockholm gemacht und ich habe angefangen alles wieder zusammenzuräumen. Leider musste ALLES komplett weggeräumt werden von diesem Platz, und wie schon erwähnt, hatten wir Kartonweise Broschüren etc. die irgendwie irgendwohin gebracht werden mussten!!!!Arghhhh! Naja, aber mit Hilfer der netten Kollegen (die finnischen Mitarbeiter von Svanresor und Tallink Silja Line, sowie der Organisator Jörgen vom Flugplatz Norrköping haben mit angepackt. Zusammen haben wir alles in den Kombi der Finnen gepackt und dort konnte es über Nacht bleiben.
Uwe hatte sich vorweg informiert, was man denn am Abend machen könne und da hatte ich dann prompt eine Einladung der Finnen mit Ihnen und den anderen Ausstellern in ihrem Independent Club zu "feiern". Nach der netten Hilfe konnte ich das auch nicht abschlagen, obwohl ich mich schon sehr nach meinem gemütlichen Hotelbett und dem Fernseher gesehnt habe. So bin ich schnellen Schrittes zum Hotel gelaufen und habe dort die restlichen Messesachen verstaut. Schnell geduscht und dann zurück zum Festplatz. Von dort sind wir dann zusammen zum Club gelaufen. Der Club war ganz urig, aber gemütlich. Typische Rocker Atmosphere mit kleiner Bar, Ledersesseln und Couchen. Die Harleys standen gleich daneben und der Geruch von Benzin und Garage lag in der Luft. Diese Atmosphere war ganz einzigartig und total klasse. Passte total gut zu den Finnen :-). In diesem Garagen-Club gab es dann typisch finnisches Brot ganz lecker belegt und finnisches Bier sowie ein spezieller finnischer Longdring, alles natürlich mit ganz wenig Alkohol! Ich habe mich gut unterhalten mit den Gästen und den Gastgebern. Das ging ganz gut auf schwedisch und auf englisch. Einige sind dann in die hauseigene Sauna abgezwitschert, typisch finnisch halt. Ich habe mich jedoch erfolgreich wehren können. Ganz typisch wurden dann noch ein paar Anekdoten erzählt (Historia) und zu guter Letzt haben wir natürlich auch ein Tävling (Wettspiel) veranstaltet. In 3-er Gruppen haben wir Dart gespielt und ich muss sagen, ich habe Ost-Deutschland sehr gut repräesntiert. Sie waren schlichtweg von meinen Trefferkünsten begeistert. Ich muss wohl einen guten Tag gehabt haben, denn Dart ist eigentlich nicht mein Sport.
Ich habe noch ein paar nette Worte ins Gästebuch geschrieben mit vielen Grüßen vom Tyska Turistbyran und dann sind wir gegangen, um das Feuerwerk anzugucken. Es war nämlich ein Wettbewerb (natürlich, was sonst) für 5 Tage unter den allabendlichen Feuerwerken in Norrköping.
Danach hat dann einer der Gäste in sein Büro und Haus eingeladen und wir waren alle mächtig beeindruckt, als wir über den Dächern Norrköpings standen auf einer riesigen Dachterasse mit mediteranem Flair. Bei einem guten Glas Weißwein haben wir den Abend ausklingen lassen.

Nicht ganz, denn danach ging es noch für einige in einen Club, aber ohne mich. Ich habe dann mit Jörgen und einem Reisebüro-Mitarbeiter den Auftakt einer Rockband angesehen. Die Poodles haben sich wohl schon mehrmals fast für den Eurovisoin Songcontest qualifiziert. Naja, ist ja alles Geschmacksache. War halt ganz schön rockig, obwohl sich einiges ganz gut angehört hatte. Für mich war dann jedenfalls der Tag gegen 23 Uhr zu Ende. Auf dem Weg zum Hotel bin ich zufällig noch an einem Lackritzstand vorbeigekommen und habe mir noch eine kleine Marschverpflegung gegönnt. Im Hotel musste ich dann allerdings erst noch die Kamera holen (die hatte ich leider im Hotel vergessen) und habe noch ein paar schöne Nachtaufnahmen von Norrköping gemacht. Norrköping ist wirklich eine süße kleine Stadt. Ich werde wohl noch mal hinfahren und mir einiges anschauen. Ich war wirklich begeißtert.
Am nächsten Morgen habe ich mich am guten Frühstücksbuffett des Princess Hotels gestärkt, dann ausgecheckt und pünktlich um 9 Uhr war ich am Festplatz. Dort haben wir dann wieder alles aufgebaut und herangeschafft. 10 Uhr ging die Messe weiter. Unser Gewinn, eine Fussballreise nach München, wurde sehr gut von dem norwegischen Reiseveranstalter Turkiet Reisor promotet. 16 UHr habe ich mich auf dem Weg zum Bahnhof gemacht und bin dann pünktlich nach Stockholm gefahren, angekommen bin ich gegen 18 Uhr. Ich hatte leider noch 2 Aufsteller und meinen Koffer dabei, so dass ich zwischenzeitlich geglaubt habe, ich komme niemals an. Doch in Stockholm hat mich dann das Gewühle der Menschen wieder zurück in die Realität geholt. Etwas abgekämpft und total erkältet kam ich dann endlich zu Hause an. Nach einem heißen Bad bin ich müde ins Bett gekrochen und wollte nur noch eins: schlafen.
Obwohl alles etwas stressig war und ich meiner anfänglichen Erkältung damit wahrscheinlich auch zum Ausbruch verholfen habe, möchte ich diese tollen Tage in Norrköping mit so vielen neuen Eindrücken nicht missen. Ich habe super nette Leute kennengelernt und ich muss sagen: Norrköping ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Samstag, 16. August 2008

Die erste Arbeitswoche

Die erste Arbeitswoche habe ich nun hinter mich gebracht. Es waren so viele neue Eindrücke, dass ich immer recht geschafft aus dem Büro ging. Man ist halt immer hochkonzentriert bei der Sache. Schließlich hatte ich die letzten zwei Tage Telefondienst und habe den Schweden versucht Rede und Antwort zu stehen. Auch E-Mail Anfragen zu unserem schönen Reiseland durfte ich schon eigenverantwortlich bearbeiten. Das Wörterbuch liegt natürlich immer griffbereit, aber manchmal (sehr oft) muss man auch improvisieren, da keine Zeit ist erst im Worterbuch nachzuschlagen. Naja, aber so lernt man am besten und am schnellsten, wenn man ins kalte Wasser geschmissen wird :-). Ich halte mich wacker....Nun bin auf der Suche nach einem Abendsprachkurs für schwedisch. In Stockholm gibt es über 20 verschiedene Volkshochschulen, viele Hochschulen und auch ein paar Universitäten, aber Sprachkurse werden entweder nur ganztags als Intensivkurs über 1-3 Jahre angeboten oder man muss an einer der Unis immatrikuliert sein um sich zu bewerben, diverse Zeugnisse nachweisen können und sich natürlich zu guter letzt bis zum April 2008 beworben haben müssen!!!!!!!Holla die Waldfee, nun ja, auch hierfür wird sich früher oder später eine Lösung finden. Ich nasse nicht nocker....Vielleicht probiere ich es einfach mal mit Handzetteln an Unis oder Volkshochschulen nach dem Motto: ich suche schwedischsprechende Freunde!!! Klingt echt traurig :-(. Oder einfach: schwedischsprechender Sprach-Tandem gesucht. Mal sehen.
Heute, am Samstag, beziehe ich endlich mein neues Zimmer und werde mich dann dort nach und nach etwas einrichten. Als erstes werde ich mal einen IKEA aufsuchen, nicht das ich was bräuchte, aber einfach mal nur gucken :-) (Kann man das eigentlich bei IKEA?Nichts kaufen?). Heute Abend werde ich vielleicht mal in die Stadt fahren zum Feuerwerk angucken. In Stockholm fand diese Woche nämlich ein Kulturfestival statt mit vielen Künstlern und Kleindarstellern, kleine Konzerte etc., welches am Sonntag zu Ende geht. Deshalb muss ich unbegingt noch etwas vom Rest des Festivals mitbekommen! Ansonsten werde ich mich ordentlich ausruhen am Wochenede, damit ich dann fit bin für die nächste Woche. Habe ja genügend Sprachbücher eingepackt und vor Ort besorgt, so dass ich noch fleißig schwedisch üben kann....

Dienstag, 12. August 2008

Mein erster Arbeitstag

Am Montag den 11. August habe ich angefangen mit meinem Praktikum, also gestern. Ich brauchte erst um 11 Uhr da zu sein und konnte 17 Uhr dann schon wieder gehen. So gefällt mir das ;-). Generell arbeite ich dann aber ab 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr. Ich habe jeden Tag viele neue Eindrücke zu verarbeiten, es ist doch alles sehr aufregend. Ich werde demnächst dann interessierte Schweden über Deutschland informieren. Am Telefon und später dann auch auf Messe, Workshops und Studienreisen. Bis dahin kann ich also noch fleißig die Sparche üben. Ist allerdings nicht so einfach, da die Bürosprache deutsch ist, leider. Ansonsten habe ich Zuarbeiten erledigt für Studienreisen, generelle Anfrage bearbeitet und habe auch schon das Lager kennengelernt :-). Also kurz gesagt: mein Arbeitsalltag ist recht vielseitig und umfassend. Nichts eintöniges dabei (außer vielleicht die Frankiermaschine). Die Kollegen sind alle nett, insgesamt vier an der Zahl. Die Arbeitsamtmosphere ist entspannt und locker.

links: meine Arbeitsstelle, nicht schlecht was?!



Nun kann ich mich auch auf mein Praktikum konzentrieren, denn eine Wohnung habe ich auch endlich gefunden!!!Tata tata tata....Leider ist es etwas weiter weg von meiner Arbeitsstelle, als mir lieb ist (ca. 45 Minuten von Tür zu Tür), aber man kann nicht alles haben. Die Wohnung ist sehr süß, das Zimmer, das ich am 16.08. beziehen werde ist ebenfalls ganz nett. Ich habe mir schon so einige Wohnungen und Zimmerangesehen und das hat mir sofort gefallen, so dass ich gar nicht lange gezögert habe. Ich wohne dann leider nicht mit Schweden zusammen, sondern mit einem Italiener. MammaMia! Er möchte seinen Doktor machen und ist momentan an der Uni sehr mit Forschungsarbeit beschäftigt. Er ist ein eher ruhiger Mitbewohner. Die Gegend ist auch ok, gibt schlimmere Viertel in Stockholm. Es gibt viel Natur hier, aber das ist in Stockholm eigentlich normal.
Etwas einrichten werde ich mich dann so nach und nach in der Wohnung. Es gibt keinen Wasserkocher und keinen TV. Handtücher, Bettwäsche etc. habe ich mir schon besorgt. Die Lebensmittel sind z.T. doppelt so teuer wie in Deutschland. Die vielen Konzerte, Kinos und Open Air Veranstaltungen sind außerdem verlockend. Da muss man echt auf seine Ausgaben achten, die man im Monat so hat. Aber auch daran werde ich mich gewöhnen...Heidå alla!

Donnerstag, 7. August 2008

die ersten Tage in Stockholm

Die ersten Tage habe ich damit verbracht die Stadt zu erkunden und mich etwas einzuleben. Am Montag (der erste Tag) bin ich gleich zu Fuß losmarschiert und habe schon nach ein paar Metern die Fähre benutzen müssen nach Södermalm (Überfahrt hat ca. 5 Minuten gedauert). Stockholm ist von so viel Wasser umgeben ist, dass man Umwege gehen müsste oder überhaupt ohne Boot nicht weiter kommt. Das Wetter war super sonnig und warm. Ich bin dann immer am Wasser entlangspaziert und habe massig Schiffe und Boote fotografiert.


Das Königliche Schloss wirkt vor allem beeindruckend durch die davor liegenden Schiffe. In der Altstadt "Gamla Stan" haben mich die kleinen engen Gassen total verzückt und habe dann auch den berühmten Buchladen "Sweden Bokshop" besucht und mich mit Sprachbüchern versorgt. @ Nadine: "Kastrullresan" von Edith Unnerstad hatten sie leider nicht, aber ich bleibe dran, auf jeden Fall gibt es dieses Buch irgendwo in Schweden...


Von der Insel Djurgarden, bekannt für den Tivoli, das Nordische Museum und das berühmte Vasamuseum, bin ich mit dem Schiff "Emelie" zurück nach Hammarby gefahren. Auf der Insel Djurgarden gibt so viele Freizeitmöglichkeiten für die ganze Familie, dass man mehrere Tage dort verbringen könnte. Ich habe mir Skansen, eine Mischung aus Freilichmuseum und Tierpark angesehen. Ich hab dort dann auch meinen ersten Elch gesehen und Rentiere! 4 Stunden habe ich dort verbracht.
In den 4 Tagen, in denen ich jetzt in Stockholm bin, habe ich auch schon ein paar landestypische Spezialitäten gekostet. Kötbullar mit Kartoffelmus und Preiselbeeren ist ja fast das Nationalgericht und schmeckt wirklich erstaunlich lecker. Nach der vergeblichen Suche nach Starbucks habe ich dann mit einem Coffeeshop-Abklatsch von Starbucks eine Kanelbulle (Zimtschnecke) in Muffin-Form probiert. Auch sehr zu empfehlen! In diesem Coffeeshop habe ich übrigens auch gleich eine deutsche Touristin kennengelernt. Mein gelber ADAC- Reiseführer von Christiane (herzlichen Dank nochmal auf diesem Wege) hat mich ge-outet. In Skansen habe ich mir ein leckeres Eis gegönnt und dachte eigentlich ich hätte Schoko-Streusel dazu als "Topping" ausgewählt. Ich war angenehm überrascht, als ich den Geschmack von Lackritz auf meinem Standard Vanille-Schoko-Eis wahrnahm. An jeder Ecke kann man hier Lakritze in allen Farben und Formen kaufen. Scheint die Lieblingssüßigkeit zu sein. Kann ich verstehen: ich liebe Lakritz! Auffällig sind überhaupt die Süßigkeiten-Läden, Friseursalons und natürlich Schuhläden. Aus diesem Grund musste ich mir leider bereits heute Schuhe kaufen :-). Stockholm ist wahrhaftig eine Modestadt, flippig und extravagant kommen die Leutz daher. Sogar die U-Bahn Stationen sind eine Attraktion. In der Nähe von T-Centralen und Kungliga Tekniska Högskolan sind die U-Bahn Tunnel mit Kunstwerken gleichzusetzen.

Aber ich habe natürlich nicht nur Urlaub gemacht, sondern auch nach Unterkunftsmöglichkeiten Ausschau gehalten. Ist alles gar nicht so einfach. Entweder nicht bezahlbar (über 600 EURO ein kleines möbliertes Zimmer muss einfach nicht sein!), seltsame Vermieter oder einfach zu geringer Standard! Nun ja ich bin immer noch auf der Suche, habe schon ein paar nette Sachen gesehen und hoffe auch, dass das klappt.

Montag, 4. August 2008

Die Anreise

Am Morgen des 03. Augustes ging es los. Die letzten Sachen zusammengepackt und gegen 8.00 Uhr wurde alles ins Auto verladen. Jan und sein Vater fuhren mich zum Hamburger Flughafen. Wir waren zeitig da und daher konnten wir in Ruhe noch einen Kaffee zusammen getrinken und uns verabschieden. Mein Koffer habe ich aufgegeben. Er war 5 kg. zu schwer, gnädigerweise durfte ich nur für 3 kg nachzahlen. Dann der Weg durch die Sicherheitskontrolle und Handgepäck check-in. Hier gab es keine Beanstandungen wegen meinen vielen Taschen, Jacken etc.. Schließlich musste ich vieles ins Handgepäck nehmen, was nicht mehr ins Hauptgepäck gepasst hat. Andere Sachen musste ich sogar ganz zu Hause lassen, weil sie einfach nicht mehr in den Koffer passten. So ist das, wenn man länger als zwei Wochen verreist...

Am Terminal A21 habe ich dann über 1 Stunde die Zeit tot geschlagen. John Grishams "A painted House" half mir nur wenig über die Wartezeit hinweg. Dafür hatte ich nette Gesellschaft. Das Rock-Festival "Waken" war vorüber und einige skandinavische Fans erholten sich offensichtlich von diesen Hardcore Tagen.
13.50 Bording Time und mit 10 Minuten Verspätung hob der Flieger um 14.20 Uhr ab. Neben mir saß ein liebevoller Opa, der sich zuckersüß um seine beiden 3-6 jährigen Enkel kümmerte, die alle 2 Minuten fragten, wann wir endlich landen.....Nach 1,5 Stunden war ich in Stockholm, in Arlanda. Es war wolkig und hatte ordentlich geregnet. Mit dem Arlanda-Express bin ich in nur 20 Minuten in Stockholm City gewesen, am Hauptbahnhof. Von dort hab ich mich mit dem Taxi zu meiner Unterkunft bringen lassen. Nachdem der Taxifahrer zu dritten Mal nach der Straße fragen musste (nicht bei mir!!!), bin ich endlich angekommen in Hammarby Sjöstad. Das ist eine total süße und schöne Gegend. Ganz neue und schicke Appartementhäuser, gepflegtes Umfeld. Hier zu wohnen, könnte ich mir länger als nur 14 Tage vorstellen...
Mein Vermieter Gabriel ist sehr nett genau, wie die anderen Mieter. Für Séverine aus Frankreich war es ihr letzter Abend, für mich der Erste. Nach einem späten gemeinsamen Abendessen haben wir zu Dritt einen kurzen Spaziergang zum Hafen gemacht.
@ Séverine: This was a great evening! Here is the photo which I took from the beautiful harbour area with all the lights...

Müde und froh über ein gemütliches Bett, die Bettwäsche natürlich in den schwedischen Farben blau-gelb, bin ich irgendwann eingeschlafen, immer mit den Gedanken: Jetzt bin ich in Schweden :-).